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Smartphone Datenschutz

Staatstrojaner - Dein WhatsApp, Facebook und Co. darf jetzt noch leichter überwacht werden

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Für viele ist die Privatsphäre eines der wichtigsten Dinge. Schließlich möchte niemand, dass die eigenen Telefongespräche abgehört, Textnachrichten mitgelesen oder sonstige Daten ausgespäht werden. Doch gerade in Zeiten, in denen Social Media, Smartphones und Co. den Alltag beherrschen, werden unsere Daten sowie unser Smartphone Datenschutz immer wichtiger.

Grundsätzlich wird niemand etwas dagegen haben, wenn Daten ausgespäht werden, um die Sicherheit eines Landes zu gewährleisten. So befürwortet der Großteil solche Vorgänge im Kampf gegen terroristische Aktivitäten oder im Zuge der Bekämpfung von Straftaten. Doch was ist, wenn man nun selbst betroffen ist? Was ist, wenn man sich selbst nicht mehr sicher sein kann, ob nun Dritte mitlesen und mithören?

Seit Sommer 2017 ist der sogenannte Staatstrojaner beschlossene Sache. Das heißt, dass es in Zukunft den Strafbehörden erlaubt ist, Deine persönlichen Daten auszuspähen. Doch was ist der Staatstrojaner überhaupt? Wir erklären Dir in Kürze, was der Staatstrojaner ist, wie er funktioniert und welchen Zweck er hat.

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Was ist der Bundestrojaner oder Staatstrojaner?

Im Sommer 2017 verabschiedete die ehemalige Bundesregierung unter Leitung der großen Koalition das sogenannte „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“. Damit wurde eine neue Rechtsgrundlage für das Ausspähen von Daten sowie den Einsatz des Bundes- bzw. Staatstrojaners geschaffen. Der Staatstrojaner ist zwar kein ganz neues Phänomen, mit der Gesetzesänderung wurde nun allerdings der Einsatzbereich erweitert. Im Endeffekt erlaubt die neue Gesetzgebung den Strafbehörden, sowohl WhatsApp Mitteilungen zu lesen, Gespräche abzuhören, Informationen von Facebook zu beziehen sowie generell den Smartphone Datenschutz auszuhebeln. Primäres Ziel des Staatstrojaners ist es, in Zukunft schwerwiegende Straftaten zu vermeiden.

Der Trojaner entspricht dabei einer Form von Malware, also einem Schadprogramm bzw. Virus, welches das Gerät des Besitzers „infiziert“ und danach Daten auslesen kann. Die Malware ist dabei innerhalb eines Programms versteckt, arbeitet und liest Daten im Hintergrund aus, ohne dass der jeweilige Nutzer auch nur etwas merkt.

Smartphone Datenschutz: Wer soll vom Staatstrojaner überwacht werden?

Natürlich führt der Einsatz eines Bundestrojaners, der Daten ausliest und an die Strafbehörden weiterleitet, bei vielen Nutzern zu Angst und Unsicherheit. Denn eines ist klar: Niemand möchte, dass seine privaten Nachrichten oder Daten von Dritten ausgespäht werden. Was passiert mit meinen Daten auf Facebook? Kann ich WhatsApp weiterhin nutzen, ohne Angst zu haben? Wer wird überhaupt überwacht

Vor allem für Datenschützer ist der Einsatz eines solchen Staatstrojaners sehr heikel. Das Bundesverfassungsgericht entschied im Zuge einer Beschwerde darüber, dass „die heimliche Infiltration … verfassungsrechtlich nur zulässig ist, wenn tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr … bestehen“. Solange also kein tatsächlicher Verdacht besteht und es keine konkrete Gefahr von Leib und Leben gibt, sollten vor allem Privatleute keine Angst um ihre Daten haben. Für jeglichen Einsatz darüber hinaus fehlt es derzeit an essentiellen Vorkehrungen zum Schutz im Sinne des Bürgers. Das heißt, dass auch in Zukunft der absolut geschützte Kernbereich der privaten Lebensgestaltung, also das Schlafzimmer sowie das Bad, weiterhin unberührt bleiben.

Das neue Gesetz erweitert allerdings den Verfügungs- und Einsatzbereich des Bundestrojaners. Grundsätzlich wird der Staatstrojaner schon seit 2009 vom BKA zur „Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ eingesetzt, wenn ein dringender Verdacht besteht. Nun wurde der Einsatz in dem Sinne erweitert, dass auch die Polizei über den massenhaften Einsatz des Trojaners verfügen darf, um die Kriminalitätsbekämpfung zu unterstützen.

Eine potentielle Gefahr für jeden und was man dagegen tun kann

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Wahrscheinlich wird der Großteil der Bevölkerung denken, dass sie vom Bundes- bzw. Staatstrojaner verschont bleiben, weil sie nichts angestellt haben. Doch in vielerlei Hinsicht stellt der Staatstrojaner dennoch eine Gefahr für alle dar. Denn das Ausspähen mittels Trojaner funktioniert nur durch Sicherheitslücken in unseren elektronischen Geräten, die nicht nur unseren Strafbehörden bekannt sind. Insbesondere für kriminelle Hacker stellen solche Sicherheitslücken eine Goldgrube dar. Daher ist primär jeder Nutzer von elektronischen Geräten, egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop, ein potentielles Angriffsziel für Kriminelle. Doch wie kann man sich überhaupt davor schützen?

Zu allererst sollte man auf Antivirenprogramme setzen, die verdächtige Programmverhalten erkennen. Zudem sollte jeder Nutzer seine Firewall überprüfen, um sicherzustellen, welche Programme Daten erhalten und verschicken wollen. Hinzu kommt, dass nicht jeder Dateianhang oder Link einer dubiosen E-Mail geöffnet werden sollte. All diese Tipps reichen allerdings nur für Nutzer von Laptops oder PCs aus. Beim Smartphone Datenschutz ist das ganze Szenario etwas schwieriger, da weder richtige und funktionierende Antiviren- noch Firewall-Apps existieren, die Smartphone Nutzer vor solchen Eingriffen schützen. Hierbei hilft nur die Nutzung von verschlüsselnden Apps. Dazu gehört es unter anderem, Apps und Services wie WhatsApp oder Facebook zu meiden, auch wenn es schwierig sein mag. Eine gute WhatsApp Alternative stellt z.B. die App Threema dar, die eine anonyme Kommunikation ermöglicht. Und zu guter letzt sollten auch Passwörter regelmäßig aktualisiert und geändert werden, um den Smartphone Datenschutz im Auge behalten zu können.

Um nicht nur Deine Daten auf dem Smartphone zu schützen, sondern auch den Schutz vor Sonderrufnummern Kosten oder weiteren Kostenfallen wie z.B. Kostenfallen trotz EU-Roaming im Blick zu haben, informiere Dich jetzt über unsere Tipps! Hier geht es außerdem zu unseren Smartphonetarifen: Handy Tarife.

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zuletzt aktualisiert am 15.05.2019

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