Datenautomatik - Service oder Kostenfalle?

Handyvertrag Datenautomatik

Schon komisch – da hat man einen Smartphone-Vertrag für 9,99 Euro und denkt, es wäre alles inklusive. Und dann fällt die Handyrechnung trotzdem jeden Monat höher aus, mal drei Euro, mal sechs Euro, vielleicht sogar zehn Euro. Kommt Dir das auch bekannt vor? Könnte an der Datenautomatik liegen, die möglicherweise bei Deinem Handyvertrag automatisch mit dabei ist.

Faire und günstige Tarife - garantiert ohne Datenautomatik!

Was steckt dahinter?

Je nach Tarif hast Du ein bestimmtes monatliches Highspeed Datenvolumen. Das ist natürlich nicht unendlich, sondern beispielsweise auf 2 Gigabyte begrenzt. Ist das aufgebraucht, wird Deine Internetverbindung langsamer und auf meist nur noch 32 kbit/s oder sogar nur 16 kbit/s gedrosselt. Damit macht Surfen keinen Spaß mehr. Um diese Datendrosselung zu umgehen, bieten viele Provider die sogenannte Datenautomatik an: Nach dem Verbrauch des im Tarif festgelegten Highspeed-Volumens wird automatisch ein neues, kostenpflichtiges Datenpaket nachgebucht. Manche Anbieter stufen Dich sogar dauerhaft in einen höheren Tarif ein, sobald Du Dein Datenvolumen ein paar Mal hintereinander überschritten hast. Verbraucherschützer stehen dem Ganzen schon seit Längerem kritisch gegenüber, haben auch bereits mehrfach dagegen geklagt. Bisher gibt es aber dazu keine endgültige Entscheidung. Aber wie ist es denn nun wirklich - ist die Datenautomatik vielleicht doch bequem und ein Service, den man gut brauchen kann? Oder ist sie einfach nur eine besonders fiese Kostenfalle? Wir haben alle Facts für Dich gesammelt.

Was kostet mich die Datenautomatik?

Das ist je nach Anbieter verschieden, die Konditionen variieren. 2 bis etwa 15 Euro pro Monat kann Dich der Spaß zusätzlich zur normalen Handyrechnung kosten. Bei Vodafone nennt sich die Datenautomatik „Speed Go“, dabei bekommst Du 100 MB für 2 Euro bzw. 250 MB für 3 Euro, nachgebucht wird bis zu dreimal pro Monat. Bei o2 gibt es für die neuen o2-Free-Tarife (seit Oktober 2016) keine Datenautomatik mehr, bei den älteren o2-blue-Tarifen kosten (je nach Tarif) 100 MB 2 Euro, 250 MB 3 Euro oder 750 MB 5 Euro, nachgebucht wird ebenfalls bis zu dreimal pro Monat. Die Telekom hat keine Datenautomatik. Viele Discountern haben eine Datenautomatik. Gerade besonders preisgünstige Tarife der Drillisch-Gruppe wie WinSIM, Smartmobil, Premiumsim oder Maxxim haben generell eine Datenautomatik – meist 100 MB für 2 Euro – die sich, ganz tricky, in den meisten Fällen nicht ausschalten lässt. Dazu erfährst Du mehr im nächsten Punkt.

Wie kann ich die Datenautomatik deaktivieren?

Das ist in der Tat nicht immer ganz einfach. Manche Anbieter informieren Dich per SMS, dass Dein Datenvolumen bald aufgebraucht ist. Der Nachbuchung eines neuen Pakets musst Du dann ebenfalls per SMS zustimmen oder kannst es ablehnen. Bei vielen Tarifen ist die Datenautomatik aber auch voreingestellt, so dass Du selbst aktiv werden musst um sie abzustellen. Das geht etwa über einen Anruf im Kundenservice, bei einer (teilweise eigens dafür eingerichteten) Hotline oder über das Online-Service-Center beziehungsweise den Servicebereich der Website Deines Betreibers. In jedem Fall solltest Du Dir die Kündigung der Datenautomatik schriftlich bestätigen lassen, per Brief, SMS oder E-Mail. Vorsicht: Oft stimmst Du bei einem Smartphone-Vertragsabschluss automatisch zu, dass Datenvolumen nachgebucht wird, sobald Dein Paket aufgebraucht ist. Schau also genau hin: Steht im Vertrag, dass die Datenautomatik „fester Tarifbestandteil“ ist, ist eine Kündigung leider nicht möglich. Dann lieber Finger weg von solchen Tarifen!

Tipp: Ist es doch passiert und Du hast einen Tarif abgeschlossen, bei dem Du die Datenautomatik nicht deaktivieren kannst, solltest Du Deinen Datenvolumen-Verbrauch selbst messen und überwachen und unsere Tipps für mehr mobilen Surfspaß beachten. Sinnvoll ist dann auch eine Datennutzungs-Warnung, die Dich benachrichtigt, wenn Du Dich dem Ende Deines Volumens näherst. So hast Du Deinen mobilen Datenverbrauch immer im Blick, weißt wann gedrosselt wird und kannst darauf reagieren, indem Du etwas weniger surfst oder öfter WLAN nutzt. Bei Android-Geräten kannst Du die Datenmessung und die Warnung direkt in den Einstellungen verwalten, bei iOS-Smartphones helfen Dir Apps wie „My Data Manager“ oder „Traffic Monitor“, die für Dich Deine Daten im Blick behalten.

Fazit: Datenautomatik - guter Service oder fiese Kostenfalle?

Handyvertrag Datenautomatik

Wenn Du nur ab und zu das Datenvolumen Deines Tarifs überschreitest und nicht in gedrosseltem Tempo weitersurfen willst, dann ist ein Tarif mit Datenautomatik sicher ganz okay. Brauchst Du aber regelmäßig mehr Datenvolumen, lohnt sich das Ganze nicht. Gerade, wenn Du vielleicht eine relativ niedrige Grundgebühr hast, sind die Extra-Euros für das zusätzliche Datenvolumen im Verhältnis dazu ziemlich viel Geld. Die monatliche Grundgebühr für Deinen Tarif steigt dann in vielen Fällen um etwa 30% bis 100 Prozent. Dann ist es einfach nur nervig und Du ärgerst Dich, dass du monatlich so viel draufzahlst. Die bessere Lösung: Ein anderer Tarif mit mehr Datenvolumen bei Deinem aktuellen Anbieter oder vielleicht sogar gleich ein neuer Provider.

Bei Tarifhaus gibt es seit Kurzem übrigens viele Tarife ohne Datenautomatik. Du hast je nach Tarif beispielsweise 3 oder 4 GB Datenvolumen und surfst mit dem Tarif im Telefónica Netz (o2 und E-Plus) mit LTE Highspeed in der neuesten Mobilfunkgeneration 4G. Ist Dein Datenvolumen trotzdem mal schneller aufgebraucht, wird die Surfgeschwindigkeit bei uns bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums reduziert. Jedoch nicht auf unbrauchbare 16 kbit/s. Bei Tarifhaus kannst Du unlimitiert und ohne weitere Kosten mit fairen 64 kbit/s weitersurfen. WhatsAppen und E-Mails schicken ist weiterhin kein Problem. Filme herunterladen funktioniert damit nicht mehr, aber viele Anwendungen im Internet sind noch nutzbar. Hier www.tarifhaus.de geht es zu unseren Tarifen.

Faire und günstige Tarife - garantiert ohne Datenautomatik! zuletzt aktualisiert am 14.06.2017
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